Wie wollen wir wohnen? 2009-01

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  • Erstellungsdatum 3. Januar 2009
  • Zuletzt aktualisiert 3. Mai 2018

Wie wollen wir wohnen? 2009-01

Wie wollen wir wohnen?

 

Liebe Leserinnen und Leser,

so individuell wie ihre Bewohner sind auch die Häuser. „Wie wollen wir wohnen?“, fragt sich die SolarRegion und impliziert damit auch die Frage „Wie können wir wohnen?“, denn  unsere Wohngebäude sind oft nicht optimal an unser Klima angepasst. Im Gegenteil: Schlecht gedämmte Wände, Dächer und Fenster lassen wertvolle Heizenergie entweichen und veraltete Brenner produzieren diese in vielen Fällen extrem ineffizient. Hier liegen gewaltige Effizienzpotenziale brach. 1,4 Millionen Tonnen CO2 jährlich ließen sich allein durch Altbausanierungen in der Region am südlichen Oberrhein einsparen. Hier sind individuelle Lösungen gefragt, speziell auf die Anforderungen des Gebäudes und den Geldbeutel der Bauherren abgestimmt. Wie eine Sanierung vonstatten gehen kann, wo es Fördermittel gibt und wer Beratungen anbietet, erfahren Sie in dieser SolarRegion auf den Seiten 8, 10 und 15.

Doch nicht nur der CO2-Output und der teuer zu bezahlende Energie-Input bestimmen den Wohnwert einer Immobilie. Würden Sie gerne in einem zugigen, alten Schloss wohnen oder in einem eisgekühlten Iglu? Angenehmer lebt es sich doch in einem Passiv- oder gar Plusenergiehaus, das durch optimale Dämmung, ausgeklügelte Lüftung und feuchtigkeitsregulierende Naturmaterialien ein einzigartiges Raumklima erzielt. Dass dies sowohl in Wohngebäuden als auch in Schulen möglich ist, lesen Sie auf den Seiten 11 und 16. Bei Häusern, die noch eine Heizung benötigen, sind derzeit Wärmepumpen im Trend und werden sogar vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert. Jedoch tragen nicht alle Wärmepumpen zum Klimaschutz bei und einige müssen  schlichtweg als ineffizient bezeichnet werden, wie eine Feldstudie der Agenda 21 Gruppe Lahr beweist (Seite 14).

Neben einer ambitionierten Effizienzsteigerung im Wohnbereich ist auch der zügige Ausbau der erneuerbaren Energien unabdingbar, um den Klimawandel auf ein noch verträgliches Maß zu begrenzen. Hier legt die Landesregierung – trotz gegenteiliger Beteuerungen – der Windkraft immer noch Steine in den Weg. Wie die Windkraft im Ländle weiter ausgebaut werden kann und wer sich dagegen stellt, sagt Ihnen Heinrich Röder, der Geschäftsführer des Grünen Emissionshauses, im Interview auf Seite 20. Nicht vorenthalten wollen wir Ihnen ein Projekt der Entwicklungszusammenarbeit, bei dem die Erträge einer Photovoltaikanlage auf einem Kirchendach in Merzhausen lokal produzierte und angepasste Sonnenenergieanwendungen in Peru unterstützen (Seite 25).

Nachdem uns Björn Slawik zum Jahresende aus persönlichen Gründen verlassen hat, sind wir sehr froh, nun Judith Rieker als neue Geschäftsführerin zu begrüßen. Frau Rieker ist selbst fesa-Mitglied und arbeitet im Rahmen ihrer Selbständigkeit unter anderem seit drei Jahren für die Energieagentur Regio Freiburg. Sie ist keine Unbekannte im fesa-Netzwerk und wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit ihr. Herr Slawik wird die Erneuerbaren nun in Tübingen weiter vorantreiben – so long Björn. Wenn auch Sie die Arbeit des fesa e.V. unterstützen wollen, werden Sie Mitglied. Wir freuen uns auf Sie!

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.

Karin Jehle
Chefredakteurin

 

Gliederung

8 Entlarvende Bilder und blasende Türen – auf der Suche nach Wärmelecks
9 Sanieren trotz Wirtschaftskrise
10 Stadt Freiburg belohnt energiebewusstes Sanieren
11 Schöner Wohnen im Plusenergiehaus
12 Nachhaltiges Holz
13 Natürliches Bauen – gesundes Wohnen
14 Nicht jede Wärmepumpe trägt zum Klimaschutz bei
15 Passkontrolle: Jetzt braucht Ihr Haus einen Ausweis
16 Innovation erleben (17): Aktive Schüler – passives Schulgebäude
17 Wirtschaftsnachrichten
18 Pro Jahr 11.000 Tonnen Kohlendioxid weniger
19 Politik News
20 Zu oft Gegenwind in Baden-Württemberg
21 Stromsparberatung entlastet Hartz-IV-Haushalte
22 Praxis News
24 Beharrlicher Elefant statt schwirrender Eintagsfliege
25 Photovoltaik-Brücke von Merzhausen in die Anden
26 Schulprojekt für Klimaschutz-Checker
27 Tiefe Geothermie als Mosaikstein kommunaler Energieautonomie
 3 Editorial
4 Impressum
6 Kurzmeldungen
28 Klimaschutz-Quiz
29 Der Umweltfragebogen
30 Branchenverzeichnis

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