Mein Strom vom Balkon

Mini-Solaranlagen selbst bauen!

Der Klimaschutz und damit verbundene Energiewende gehören zu den bedeutendsten und dringlichsten Gemeinschaftsaufgaben unserer Zeit. Die praktische Teilhabe an einer transformativen Energiewende innerhalb des privaten Gebäudesektors war lange Zeit jedoch den Gebäudeeigentümer:innen vorbehalten. Doch seit wenigen Jahren erlangen neue Möglichkeiten wie Balkon-Solaranlagen für Mieter:innen immer mehr an Beliebtheit. Balkonsolar, Mikro-PV-Anlagen, Steckersolargeräte z.B. auf Balkonen, Garagen oder Gartenhäusern ermöglichen einer völlig neuen Zielgruppe, jener der Mieter:innen oder Pächter:innen, einen Zugang zu erneuerbarer Energiegewinnung, die direkt vor Ort verbraucht und mit welcher ein Beitrag zur Energiewende geleistet wird. Mit durchschnittlich ca. 600 Euro Anschaffungskosten sind Steckersolargeräte zwar vergleichsweise günstig, jedoch längst nicht für alle erschwinglich und oftmals schlichtweg nicht bekannt.

Mein Strom vom Balkon-Workshops

Um kleinräumig ein bezahlbares Angebot zu schaffen und Klimaschutz und die Energiewende für alle erfahrbar und mit gestaltbar zu machen, organisiert fesa e.V. seit 2021 Mein Strom vom Balkon-Workshops im Raum Freiburg. Denn eine gerechte Energiewende kann nur durch Beteiligung zahlreicher Bürger:innen funktionieren. Auf diese Weise werden zahlreiche Multiplikator:innen für den lokalen Klimaschutz ausgebildet.

Was beinhaltet ein Mein Strom vom Balkon-Workshop?

Bei den Ganztages-Workshops lernen Bürger:innen in Freiburg das nötige Know-how und die Praxis, um sich selbst ein Steckersolarpanel zu bauen und dieses selbständig zu installieren. Auch wurde es Teilnehmenden ermöglicht, ein fertiges Materialienpaket (recyceltes Modul, Wechselrichter, Befestigung, Stecker usw.) für einen geringen Aufpreis zu erwerben, um das selbstgebaute Steckersolargerät dort aufzubauen und vor Ort CO₂ einzusparen. Somit wird nicht nur sinnvoll und effizient recycelt, sondern darüber hinaus auch noch kostengünstige Energieerzeugung für Mieter:innen und Immobilienbesitzer:innen ermöglicht. Die Alt-Module stammen z.B. von Bürgersolaranlagen, welche aufgrund von Dachsanierungen abgebaut werden müssen oder aufgrund der auslaufenden EEG-Förderung nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sind. So können PV-Module, welche eigentlich entsorgt würden, weiterhin noch einige Jahre Energie und CO₂ einsparen. Das Projekt fördert demnach nicht nur die Energie und CO₂-Einsparung, sondern auch die Schonung von Ressourcen durch sinnvolle Wiederverwendung ungenutzter Altmodule. Durch die erzeugten Wirkungen des Upcyclings, Ressourcenschonens und des CO₂-Einsparens wird ein wertvoller Beitrag zum Umwelt- UND Klimaschutz beigetragen. Das Besondere der Steckersolargeräte aus zweiter Hand ist außerdem, dass die erneuerbare Energieerzeugung nicht mehr nur Hausbesitzer:innen vorbehalten ist, sondern auch Mieter:innen diese Gelegenheit bietet. So können alle Menschen einen Teil zur Energiewende beitragen und damit sogar noch ihre Stromkosten senken.

Im Rahmen von Schau-Workshops wird an einem echten Beispiel gezeigt, wie ein Balkonsolarmodul gebaut wird und es werden rechtliche und technische Hintergründe erläutert, bspw. auf der GETEC Messe am fesa Stand in Freiburg. Weitere Termine werden hier bekanntgegeben.

Train the Trainer-Schulungen bundesweit

Auch in anderen Kommunen besteht dringender Bedarf an Wissen und Know-How im Bereich Balkonsolar. Daher bietet fesa e.V. sogenannte Train the Trainer-Schulungen an, bei denen die Kommunen und ihre Kooperationspartner:innen die Kompetenzen erwerben, um in ihrem lokalen Kontext eigene Mein Strom vom Balkon-Workshops durchzuführen. Die Schulungen dienen für die Kommunen nicht nur als Gesamtleitfaden für die Organisation, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Workshops, sondern beinhalten auch ein umfassendes Presse- und Öffentlichkeits- sowie Evaluationspaket.

Konkret werden während 3 Terminen mit den Vertreter:innen der Kommunen sowie ihren lokalen Partner:innen die eigenen Workshops geplant und das nötige theoretische, rechtliche sowie praktische Wissen vermittelt. Beim ersten Mein Strom vom Balkon-Workshop in der jeweiligen Kommune unterstützt das Team von fesa e.V. bei der Durchführung. Im Anschluss an diese Starthilfe werden die Workshops von den Kommunen eigenständig organisiert und durchgeführt.

Sind Sie Entscheidungsträger:in in einer Kommune und soll vor Ort ein Mein Strom vom Balkon-Workshop stattfinden?

Nehmen Sie Kontakt auf!


Isabella Goletzko

Organisatorische Projektleitung:
Isabella Goletzko
goletzko(at)fesa.de
0761 / 7671646

Till Meinrenken

Fachliche Projektleitung:
Isabella Goletzko
meinrenken[at]fesa.de
0761 / 40 73 61


Impressionen von Mein Strom vom Balkon-Workshops

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Selbstbau Balkonsolar

Wer Lust hat und etwas Geschick mitbringt, kann sich mit diesen zwei Anleitungen in Eigenregie eine Mikro-Photovoltaik-Anlage für den Eigenbedarf bauen! Hier geht es zu den zwei Selbstbau-Anleitungen.

Bauen fürs Klima (1/2022) Artikel: “Grüner Strom vom Balkon” www.hurra-wir-bauen.de
Make: Magazin (1/2022) Artikel: “Photovoltaik auf dem Balkon” von Sebastian Müller www.heise.de/make

Balkonsolar lohnt sich!

Aktuell gibt es im Rahmen des Förderprogramms “Klimafreundlich Wohnen” in Freiburg eine Förderung für Balkonmodule von maximal 200 Euro/ Anlage und Antragssteller:in.