DIY Workshop Balkonsolar

Hol dir deinen Strom vom Balkon!

Ein Projekt von fesa e.V. in Kooperation mit Solare Zukunft e.V. und Balkon.solar. Gefördert von Postcodelotterie.

Der Klimaschutz und damit auch die Energiewende ist eine der bedeutendsten und dringlichsten Gemeinschaftsaufgaben unserer Zeit. Die praktische Teilhabe an einer transformativen Energiewende innerhalb des privaten Gebäudesektors war lange Zeit jedoch den Gebäudeeigentümer:innen vorbehalten. Doch seit wenigen Jahren erlangen neue Möglichkeiten wie Balkon-Solaranlagen für Mieter:innen immer mehr an Beliebtheit. Mikro-PV-Anlagen, z.B. auf Balkonen, Garagen oder Gartenhäusern ermöglichen einer völlig neuen Zielgruppe, jener der Mieter:innen oder Pächter:innen, einen Zugang zu erneuerbarer Energiegewinnung, die direkt vr Ort verbraucht und mit welcher ein Beitrag zur Energiewende geleistet wird. Mit durchschnittlich ca. 600 Euro Anschaffungskosten (zusätzlich ca. 200 Euro Installationskosten) sind Mikro-PV-Anlagen zwar vergleichsweise günstig, jedoch längst nicht für alle erschwinglich und oftmals schlichtweg nicht bekannt.

Um kleinräumig ein bezahlbares Angebot zu schaffen und Klimaschutz und Energiewende für alle erfahrbar und mitgestaltbar zu machen, hatte der fesa e.V. in Kooperation mit Solare Zukunft e.V. und Balkon.solar 2021 drei kostenfreie Ganztages-Workshops (11.09, 25.09. und 23.10.2021) angeboten.

Wer Lust hat und etwas Geschick mitbringt, kann sich mit diesen zwei Anleitungen in Eigenregie eine Mikro-Photovoltaik-Anlage für den Eigenbedarf bauen!

Bauen fürs Klima (1/2022) Artikel: “Grüner Strom vom Balkon” www.hurra-wir-bauen.de
Make: Magazin (1/2022) Artikel: “Photovoltaik auf dem Balkon” von Sebastian Müller www.heise.de/make

Bei den Workshops lernten Bürger:innen in Freiburg das nötige Know-how und die Praxis, um sich selbst eine Mikro-Photovoltaik-Anlage zu bauen und diese selbständig zu installieren. Auch wurde es Teilnehmenden ermöglicht, ein fertiges Materialienpaket (recyceltes Modul, Wechselrichter, Befestigung, Stecker usw.) für einen geringen Aufpreis zu erwerben, um die selbstgebaute Mikro-PV-Anlage dort aufzubauen und vor Ort CO₂ einzusparen. Somit wird nicht nur sinnvoll und effizient recycelt, sondern darüber hinaus auch noch kostengünstige Energieerzeugung für Mieter:innen und Immobilienbesitzer:innen ermöglicht. Die Alt-Module stammten z.B. von Bürgersolaranlagen, welche aufgrund von Dachsanierungen abgebaut werden müssen oder aufgrund der auslaufenden EEG-Förderung nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sind. So können PV-Module, welche eigentlich entsorgt würden, weiterhin noch einige Jahre Energie und CO₂ einsparen. Das Projekt fördert demnach nicht nur die Energie und CO₂-Einsparung, sondern auch die Schonung von Ressourcen durch sinnvolle Wiederverwendung ungenutzter Altmodule. Durch die erzeugten Wirkungen des Upcyclings, Ressourcenschonens und des CO₂-Einsparens wird ein wertvoller Beitrag zum Umwelt- UND Klimaschutz beigetragen. Das Besondere der Mikro-PV aus zweiter Hand ist außerdem, dass die erneuerbare Energieerzeugung nicht mehr nur Hausbesitzer:innen vorbehalten ist, sondern auch Mieter:innen diese Gelegenheit bietet. So können alle Menschen einen Teil zur Energiewende beitragen und damit sogar noch ihre Stromkosten senken.

Aktuell gibt es Informationen zum DIY-Workshop Balkonsolar auch auf der Webseite der Stadt Freiburg unter der Kategorie “Unser Zuhause”, die Möglichkeit an einem Workshop mitzumachen.