Rückblick fesa-Stammtisch “Nachhaltige Mobilitätskonzepte”

Am 18.11.2021 fand der letzte fesa-Stammtisch des Jahres seinen Abschluss.

Im Gegensatz zu allen anderen Sektoren haben die CO2-Emissionen aus dem Verkehr seit 1990 deutlich zugenommen. Grund für die Emissions-Steigerung ist das veränderte Mobilitätsverhalten der Menschen. Das individuelle Streben nach Mobilität ist kaum veränderbar, aber es ist möglich klimafreundliche Alternativen und Konzepte vorzuschlagen. Genau darum ging es bei unserem letzten fesa Online-Stammtisch.

Hannah Eberhardt, Unternehmensgründerin von „Verkehr mit Köpfchen“, berät Kommunen und Unternehmen zur klimafreundlichen Mobilität. Frau Eberhardt stellte zuerst klar, dass das Erreichen der Klimaneutralität im Mobilitätssektor am schwierigsten ist, da das Verhalten der Menschen direkt betroffen ist:

 „Verkehrsplanung tritt immer jemanden auf die Füße.“

Hannah Eberhardt

Doch es braucht nicht nur gesellschaftliche Bereitschaft, sondern auch ein außerordentlich politischer Gestaltungswille mit Rahmenvorgaben. Dafür hat sie 9 Thesen aufgestellt, die eine Verkehrswende möglich machen können. Neben konkreten Beispielen wie Subventionen und Regelgeschwindigkeiten schlug sie auch ein nachhaltiges Mobilitätskonzept bei der Stadtplanung vor. Innerhalb eines Wohngebietes sollte alles, was Einwohner:innen im Alltag brauchen, nur 15 Minuten Wegzeit entfernt sein. So wird ein individuelles Einschränken möglichst verhindert.

Fabian Kern, Geschäftsführer des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) in Südbaden, erzählt von der Situation in Freiburg. Zuerst stellt er klar, dass Freiburg nicht die Mobilitäts-Vorzeigestadt ist, wie die meisten denken würden.

„Auch in Freiburg entspricht die CO₂-Bilanz nicht den notwendigen Bedingungen, sondern geht in die entgegengesetzte Richtung.“

Fabian Kern

Die Wege innerhalb der Stadt Freiburg werden zwar nur zu 20% mit dem Auto zurückgelegt, aber dennoch ist die mittlere Kilometerzahl pro Person und Tag höher als in einer durchschnittlichen Großstadt. Das Problem ist Freiburg sind die vielen Ein- und Auspendler, die mit dem Auto zur Arbeit fahren. Seiner Meinung nach liegt der Schlüssel zur Verkehrswende darin, überörtlichen Wege miteinzubinden.

Nach einer Diskussion über weitere Möglichkeiten waren wir uns am Ende doch alle einig. Wir müssen jetzt alle aktiv werden und unsere Mobilitätsverhalten verändern, sonst schaffen wir es mit der Verkehrswende nicht.

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