Pendeln mit Mitfahrgelegenheiten – ein alternativer Weg zur Mobilitätswende?

In Deutschland ist Pendeln fast schon die Norm, auch in Baden-Württemberg (BaWü). Viele berufstätige Menschen wohnen außerhalb ihres Wohnortes und müssen täglich zur Arbeit fahren. Schon im Jahr 2022 gab es rund 3,8 Mio. Pendler:innen in BaWü, und die Zahl steigt weiter. Laut dem Pendleratlas gab es im Jahr 2023 täglich etwa 5,2 Millionen Pendlerbewegungen alleine im Bundesland Baden-Württemberg.

Unsere Überlegungen und Gedanken zum Pendeln, Nachhaltigkeit und der Mobilitätswende (angeregt durch unsere letzten Erfahrungen beim Kongress Klimaneutrale Kommunen) haben uns zu folgenden Fragen geführt: Wie wäre es, wenn Pendler:innen großenteils gemeinsam zur Arbeit fahren würden? Inwiefern könnten Mitfahrgelegenheiten dir Mobilitätswende in BaWü unterstützen?

Mitfahrgelegenheiten bieten viele Vorteile. Pendler:innen sparen Geld und Zeit. Gleichzeitig wird der CO₂-Ausstoß reduziert. Die Webseite mitfahren-bw.de erläutert diese Vorteile ausführlich und zeigt eine umfassende Übersicht von Mitfahrmöglichkeiten in BaWü. Ergänzend ermöglichen Apps wie PENDLA und goFLUX passende Mitfahrgelegenheiten direkt zu finden. Es gibt dort sogar die Möglichkeit sein ÖPNV Ticket ins eigene Profil zu laden und die Mitfahrgelegenheiten somit vergünstigt oder kostenfrei zu nutzen.

Mitfahrgelegenheiten bedeuten nicht nur, dass jemand andere in seinem/ihrem privaten Auto mitnimmt. Auch Carsharing oder gemietete E-Autos sind hier hilfreich. Vor allem, strategisch platzierte Carsharing-Stationen und Ladeanlagen können Last- und First-Mile-Probleme in der kommunalen Mobilitätsplanung lösen.

Mitfahrgelegenheiten sind auch relevant auf der gesellschaftlichen Ebene. Mitfahren kann nachbarschaftliche Verbindungen stärken. Menschen, die in der Nähe wohnen und gemeinsam pendeln, erleben eventuell weniger Isolation und mehr sozialen Austausch. Mobilitätswende ist damit nicht nur eine technische oder technologische Herausforderung, sondern auch ein gesellschaftlicher Prozess, in dem Menschen solidarisch und bewusst über ihre täglichen Wege nachdenken können und effizienter und ressourcensparender zu gestalten.

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